An international conference at the Ferring Stiftung Alkersum on the island of Föhr (Germany)

8.-10. September 2027

with plenary talks by

Silvia dal Negro (Freie Universität Bozen / Bolzano)

Ruth Kircher (European Centre for Minority Studies, Flensburg / Flensborg)

Hans Boas (University of Texas, Austin)

A key question in the sociolinguistics of minority and minoritized language varieties concerns the question of how to handle linguistic variation in the context of language planning. In recognizing that prestige planning is an important tool for the promotion of smaller languages, scholars and language activists are equally aware that by codifying certain features and varieties, other existing markers become downgraded, stigmatized or even excluded from a language. For this conference we invite contributions to discuss the following issues with respect to any regional languages, minority languages, or dialects:

  • Metalinguistic debates on the perception of discrepancies between norms and usage (language decay, purism, complaint tradition)
  • Practical considerations of codifying a language as is, rather than as it should be (e.g. lexicography, grammatography)
  • Functions of language norms in dissemination of language (norm authorities, New Speakers, intergenerational issues)
  • New ways of describing language use (digitalization, AI)
  • Public use vs private use (education, media)

Abstracts of 120-200 words in English or German to be submitted by December 31st, 2026 to Robert Kleih, Director of the Ferring Stiftung (r.kleih@ferring-stiftung.de)

The Organising Committee: Robert Kleih (Ferring Stiftung), Nils Langer (Europa Universität Flensburg), Christoph Winter (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Christoph G. Schmidt (Nordfriisk Instituut)

Wir freuen uns sehr, dass die Ferring Stiftung eine Förderung aus dem Landesprogramm Offene Innovation des Landes Schleswig-Holstein erhalten hat. Gemeinsam mit der B310 Digital GmbH aus Kiel ist es uns nun möglich mit dem Projekt tekst tuwais eine Sprachausgabe für Fering zu entwickeln.

Damit möchten wir langfristig nicht nur unsere Sprache digital hörbar machen, sondern auch anderen kleinen Sprachgemeinschaften neue Möglichkeiten eröffnen, ihre Sprache zu bewahren und in die Zukunft zu tragen. Die Sprachausgabe soll künftig im Fering Auersaater zum Einsatz kommen.

Die entwickelte Technologie wird anschließend allen Interessierten frei zur Verfügung stehen.

Wir laden Sie zu einem spannenden Vortrag am Mittwoch, den 28. Oktober 2026 um 19:30 Uhr zu uns in die Ferring Stiftung in Alkersum ein. 

Dieses Mal begrüßen wir Frederik Erdmann – seit über 25 Jahren in der Fährschifffahrt tätig, mit einem Vortrag zu dem Thema: „65 Jahre Autofähren in und aus Nordfriesland.“

Vor genau 65 Jahren lieferte die Husumer Schiffswerft ihren ersten Autofährneubau ab – sie zählte seinerzeit zu den europäischen Marktführern im Bau kleinerer Fährschiffe. Nur wenige Jahre später hielten dann auch in Nordfriesland selbst die ersten Autofähren Einzug und revolutionierten damit die verkehrliche Anbindung der Inseln und Halligen. 

Es gibt ein Wiedersehen mit vielen bekannten und weniger bekannten Schiffen – und mit der Husumer Schiffswerft, die gut 35 Jahre lang eine angesehene nordfriesische Adresse für den Fährschiffsbau blieb. Außerdem blickt Frederik Erdmann auf die Entwicklung jener Reedereien zurück, die an Schleswig-Holsteins Westküste Fährschiffe betreiben. Neben W.D.R. und NPDG steht hier auch die FRS Syltfähre mit ihrer spannenden dänisch-deutschen Historie im Mittelpunkt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19:30 Uhr, Ferring Stiftung in Alkersum

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

Aufgrund von Bauarbeiten ist die Ferring Stiftung vom 5. bis 16. Oktober 2026 geschlossen.

Wenn Sie uns in dieser Zeit trotzdem besuchen möchten, schicken Sie uns gerne eine Anfrage an info@ferring-stiftung.de.

Auer uun a Ferring Stifting baud wurt, haa wi faan a 5. bit tu a 16. oktuuber 2026 tacht. Wan dü üs likes uun detdiar tidj beschük wääl, skriiw üs hal uun oner info@ferring-stiftung.de.

Wir laden euch zu einem spannenden Vortrag am Mittwoch, den 30. September 2026 um 19:30 Uhr zu uns in die Ferring Stiftung in Alkersum ein.

Dieses Mal begrüßen wir die Goldschmiedemeisterin Ilke Engeland aus Wyk, die einen Vortrag zu dem Thema: „Trachtenschmuck: Vom Silberdraht zum Friesenknopf“ halten wird.
Wie wird aus feinstem Silberdraht ein filigranes Kunstwerk, und was bedeutet eigentlich „Filigran“? Was sind Brinkel und Krollen? Und warum sind es Knöpfe, obwohl die großen Kugeln nichts mehr schließen? Wie wird der Schmuck gereinigt, und warum kann man das nicht zuhause?

Diese und andere Fragen erläutert uns Ilke Engeland in ihrem Vortrag und bringt uns so die Fertigung und Geschichte des Friesenschmucks ein Stück näher.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

📆 Mittwoch, 30. September 2026

🕢 19:30 Uhr

📍Ferring Stiftung in Alkersum

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

In der vergangenen Woche war Dr. Janek Guerrini bei uns in der Ferring Stiftung. Er kommt aus Italien und arbeitet als Linguist an der Universität Padua. Sein Forschungsgebiet ist die Semantik – die Erforschung sprachlicher Bedeutung. Ihn interessiert, nach welchen unbewussten Regeln unser Sprachsystem aus Wörtern und Satzstrukturen komplexe Bedeutungen zusammensetzt und was uns das über die menschliche Kognition verrät. Sprache ist für ihn ein Fenster in die „Software“ unseres Geistes.

Auf Föhr untersucht er, wie verschiedene Pluralausdrücke im Fering verwendet werden, etwa „hingster“ ohne Artikel, „a hingster“ und „dön hingster“. Dabei geht es um die Frage, ob wir beim Sprechen über Gruppen drei grundlegende Perspektiven unterscheiden: Pferde als Kategorie allgemein, Pferde in einer bestimmten Situation oder bestimmte Pferde, auf die bereits Bezug genommen wurde – oder ob zwei dieser Perspektiven auf derselben grundlegenden Struktur beruhen. Hierzu sprach er auf Föhr mit verschiedenen Muttersprachlern, darunter auch mit unserer Kollegin Heike Volkerts..


Fering ist in der theoretischen Linguistik vor allem wegen seines Artikelsystems bekannt. Die Föhrerin Karen Ebert hat es grundlegend beschrieben. Später wurde Fering unter anderem durch die Arbeiten des Semantikers Florian Schwarz zu einem wichtigen Beispiel dafür, wie Sprachen unterschiedliche Arten ausdrücken können, auf Dinge und Gruppen Bezug zu nehmen. An diese Forschung knüpft Guerrini mit seiner Arbeit auf Föhr an.

Die Ferring Stiftung hat einen Grundwortschatz auf Fering und Öömrang herausgebracht.

Die laminierte Klappkarte beinhaltet den wichtigsten Wortschatz zum Mitreden. Schwerpunkte der 8-seitigen Lernhilfe im DIN A4-Format sind u. a. Bereiche wie: die eigene Person, Essen und Trinken, Natur, Ausbildung oder Staat und Gesellschaft.

Die Klappkarte ist aus strapazierfähigem, abwischbarem Material mit seitlicher Lochung, zum Abheften in jedem Ordner.

Ihr bekommt den Grundwortschatz bei uns in der Ferring Stiftung oder im Buchhandel auf Föhr und Amrum.

Wir laden euch am 19. August 2026 um 19:30 Uhr zu einem spannenden Vortrag von Jann M. Witt ein.

Unter dem Titel „Vom Schleichhandel und strafbaren Verbindungen mit dem Feinde – Schmuggel vor Schleswig-Holsteins Küsten 1807–1814” wird er die wirtschaftlichen Folgen der Napoleonischen Kriege für die Region beleuchten.

Nachdem es lange Zeit gelungen war, eine neutrale Position während der Revolutions- und Napoleonischen Kriege zu bewahren, wurde der dänische Gesamtstaat 1807 doch noch auf Seiten Frankreichs in diesen Konflikt hineingezogen.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges waren verheerend; die Seefahrt kam fast völlig zum Erliegen. Allein der Schmuggel mit verbotenen englischen Waren brachte in dieser Situation Abhilfe. Doch das Geschäft mit Zucker, Kaffee, Tee und Tabak war nicht ungefährlich, da der Schleichhandel streng bestraft wurde. Auch Föhrer Seeleute waren darin verwickelt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

📆 Mittwoch, 19. August 2026

🕣19:30 Uhr

📍Ferring Stiftung, Hauptstraße 7, Alkersum

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns."

Heute feiern wir den 117. Geburtstag von Frederik Paulsen, dem Gründer der Ferring Stiftung!

Am 31. Juli 1909 kam er in Dagebüll zur Welt. Schon in seiner Kindheit hatte er eine tiefe Verbundenheit zur Insel Föhr. Seine Eltern stammten von dort und in dem Postgebäude, in dem sein Vater tätig war, hörte er oft Fering.

Paulsen war ein mutiger Gegner des Nationalsozialismus. Sein politischer Widerstand führte zu einer Inhaftierung. Während seiner 18-monatigen Gefängniszeit entwickelte er eine enge Beziehung zu einem Amrumer.
Beide unterhielten sich auf Friesisch, sodass man sie nicht verstehen konnte. Die mögliche Funktion des Friesischen als eine Geheimsprache war für Paulsen eine wichtige Erfahrung.

Mit diesem Zitat erinnern wir an einen außergewöhnlichen Menschen, dessen Mut, Weitblick und Engagement die Ferring Stiftung bis heute prägen.

Mit der Gründung der Ferring Stiftung 1988 hat er für die Insel Föhr und alle Nordfriesen eine Institution geschaffen, die hilft, die eigene Sprache und Kultur zu bewahren.

Dafür sind wir ihm sehr dankbar!

Daaling feire wi a 117. gebuursdai faan Frederik Paulsen, wat a Ferring Stifting gründet hed!

Hi wurd a 31. jüüle 1909 uun Doogebal bäären. Al uun sin jongenstidj fääld hi ham mä’t eilun Feer ferbünjen. Sin aalern wiar faan diar an san aatj werket uun’t posthüs uun Doogebal. Diar küd Frederik Paulsen fölsis fering hiar.

Paulsen saat ham mudig jin a nationalsozialismus iin. Diarauer wurd hi feestnimen. Uun sin gefengnistidj, wat aagetanj muuner düüret hee, frinjet hi ham uun mä en loonsmaan faan Oomrem. Jo snaaket mäenöler uun hörens fresk mamenspriik fering an öömring, so dat a ölern jo ei ferstun küd. Dat det fresk üüs so’n slachs gehiamspriik tiine küd, wiar för Frederik Paulsen en wäärtfol erfaaring.

Mä detheer zitat wel wi am en böös besanerliken mensk teenk, wat a stifting mä san mud, sin föörütjlukin an sin engagement preeget hee.

Mä’t grünjleien faan a Ferring Stifting uun’t juar 1988 hee hi för’t eilun Feer an ale nuurdfresken en institutiuun skaafet, wat halept, at aanj spriik an kultüür tu bewaarin.

Diarför wel wi ham föl toonk s"

Mit einem Lächeln erinnern wir uns an die vielen Jahre mit Kai in der Ferring Stiftung, in denen er uns immer als ein sehr wissensdurstiger, freundlicher, aufgeschlossener, musikalischer und mitfühlender Mensch begegnet ist.

Kai hat sich maßgeblich um das Fotoarchiv von Wilhelm Ellermann gekümmert und die mehr als 80.000 Negative gesichtet, gescannt und für die Faust-Datenbank aufgearbeitet. Zuletzt hat er in akribischer Kleinarbeit auch mehrere Schiffsjournale in einfach zu lesende digitale Dokumente übertragen. Zusammen mit seiner Frau Karin hat er 2012 das Buch: Die vornehmsten Lebensumstände von Lorenz Fr. Jepsen herausgegeben.

Wir danken Ihm für seine jahrzehntelange Arbeit für die Stiftung und sind froh, dass wir mit ihm zusammenarbeiten durften.

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