„Bildnis eines Mädchens“

Ein kleines Mädchen im gelben Gewand. Ihr Name ist Ernestine Tischbein und sie muss um die 10 Jahre alt gewesen sein, als ihr berühmter Vater Johann H. W. Tischbein (1751-1829) sie im Jahr 1810 porträtiert hat. Zu dieser Zeit lebte der weitgereiste Künstler und Freund von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) als Galerist und Hofmaler des Herzogs Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg (1755-1829) in Eutin, wo er eine Mal- und Zeichenschule führte. Hier traf Oluf Braren Tischbein etwa 10 Jahre später und fertigte anhand der Vorlage seine eigene Version von Ernestine.

Das Bild im Format 47 x 37cm wurde dem Altonaer Museum in Hamburg 1998 als Schenkung überlassen. Hier entdeckte Joachim Taege, Mitarbeiter der Ferring Stiftung das „Bildnis eines Mädchens“, so der offizielle Titel, als er 2017 für sein Buch „Oluf Braren – Leben und Malen“ recherchierte.

Nach der Begutachtung durch Birgit Staack, Leiterin des grafischen Archivs des Altonaer Museums, wurde offensichtlich, dass die Restaurierung der stark beschädigten Grafik dringend erforderlich ist. Diese Maßnahme konnte die Ferring Stiftung mit privaten Spenden u.a. aus der weitläufigen Braren-Familie und das Sponsoring des Lions Clubs Föhr ermöglichen.

Entsprechend erfreut reagierte Birgit Staack und sagt „Nachdem die Gouache mehr als 20 Jahre auf eine Restaurierung warten musste, freue ich mich sehr, dass mit Hilfe der Spenden an die Ferring-Stiftung nun endlich eine konservierende Behandlung möglich ist. Hiermit kann dem weiteren Zerfall vorgebeugt werden, so dass dieses wichtige Werk Oluf Brarens auch zukünftig erhalten bleibt.“

Im Frühjahr 2021 ist es der erfahrenen Hamburger Restauratorin Gudrun Kühl gelungen die kleine Ernestine zu retten.