Oluf Braren

Seit zwei Jahren befasst sich Joachim Taege mit Oluf Braren und seinem Leben. Seinem ausgeprägten Forschergeist ist es zu verdanken, dass Wirken und Werken des Föhrer Malers (1787-1839) in einer ausgearbeiteten Dokumentation vorliegen und auf einer zentralen Informationsplattform digital erfasst sind.

Spannend und für das 18./19. Jahrhundert sehr außergewöhnlich ist das Leben des in Oldsum geborenen Malers, der eigentlich den Beruf des Schmieds erlernen sollte. Doch der eigensinnige junge Mann liebte die Literatur, erlernte autodidaktisch den Lehrerberuf. Auch das Zeichnen und Malen brachte er sich selbst bei. Er fertigte Tierzeichnungen, Volkslebenbilder, Porträts, Porträt-Miniaturen, mythologische und religiöse Motive.

Mädchen in Föhrer Tracht von Oluf Braren

Seine Ehe mit der Sylterin Merret Wilhelms blieb kinderlos, aus seinem Verhältnis mit der Hedehusumerin Ing Peter Matzen gingen zwei uneheliche Kinder hervor. In seiner sittenstrengen Umgebung verlor Braren Ansehen und Stellung. Allein das Wohlsinnen des Pastors Richard Simon Petersen ermöglichte ihm eine Stelle als Hilfslehrer mit nur einem Drittel seines bisherigen Einkommens.

Viele Werke Brarens sind verschwunden, entweder beim Brand des Altonaer Museums, in dem einige Bilder aufbewahrt waren, oder auf andere Weise. Umso wertvoller ist der kleine Raum in der Ferring-Stiftung, der dank der Unterstützung des Museums Kunst der Westküste die Repliken in entsprechender Rahmung präsentieren kann.


Besichtigt werden kann das Braren-Zimmer dienstags von 10 bis 11:30 Uhr, Führungen nach Voranmeldung sind ebenfalls möglich.

Ferring Stiftung Braren Zimmer